Rückblicke

 

 

Sonntag,  27. Oktober 2013

17.30 Uhr in der Cyriakuskirche Niederhofen

Thema:   Stell Dir vor, du betest - und Gott hört!
mit Pfarrer     Jochen Hägele

 

Sonntag, 23. Juni 2013
17.30 Uhr in Stetten, open-air auf dem Kirchplatz
Thema: "Von der Kunst, sich wie ein Kind zu freuen"
mit Pfarrer Steffen Kaupp

 

Sonntag, 20. Februar 2013

17.30 Uhr in Kleingartach, Martinskirche

Thema: Stell Dir vor ,Du betest - und Gott hört!

mit Jochen Hägele

Der Gottesdienst musste leider wg. widriger Wetterverhältnisse abgesagt werden!

 

Sonntag, 28. Oktober 2012

17.30 Uhr in Stetten, Evang. Kirche

Thema: "Die Entdeckung meines Lebens"

mit Theo Eißler

 

Sonntag, 24. Juni 2012

17.30 Uhr in Kleingartach, Ludwig-Uhland-Platz, open air

"Thema:Traue dem Leben - vom kleinen und vom großen Glück"

mit dem Ehepaar Knodel

Bericht

  

Sonntag, 12. Februar 2012

17.00 Uhr in Niederhofen, Cyriakuskirche

Thema: Was kann aus mir noch werden? - Einfache Prinzipien zum Leben

mit Pfarrer Hanspeter Wolfsberger

Bericht

 

Sonntag, 23. Oktober 2011

17.30 Uhr in Kleingartach, Martinskirche

Thema: "Zweifel erlaubt?! - Zweifel stärkt den Glauben"

mit der Rundfunkpfarrerin Lucie Panzer

Bericht

 

Sonntag, 15. Mai 2011

17.30 Uhr in Niederhofen, Cyriakuskirche

Thema: "Wie wär´s mit Danken?"

mit Günther Schaible

Bericht

 

Sonntag, 27. Februar 2011

17.30 Uhr in Stetten, Evang. Kirche

Thema: "Manager und Christ - wie geht das?"

mit Klaus Jost, Vorstand der INTERSPORT-Gruppe

 

Sonntag, 24. Oktober 2010
17.30 Uhr in Niederhofen, Cyriakuskirche
Thema: "Gemeinschaft - um Gottes Willen!"
mit Pfr. Andreas Schäffer

Bildergalerie

Bericht

 

Sonntag, 13. Juni 2010
17.30 Uhr in Stetten, open-air auf dem Kirchplatz
Thema: "Freunde fallen nicht vom Himmel"
mit Christoph Zehendner

Bildergalerie

Bericht

 

Sonntag, 28. Februar 2010
17.30 Uhr in Kleingartach
Thema: "An Gottes Segen ist alles gelegen"
mit Pater Mauritius Wilde vom Kloster Münsterschwarzach

Bildergalerie

Bericht

Sonntag, 8. November 2009
um 17.30 Uhr in Niederhofen in der Cyriakuskirche
Thema: "Hinter dem Horizont geht es weiter!"
mit Pfr. Armin Graf aus Eppingen

Bericht

 

Sonntag, 19. Juli 2009
um 17.30 Uhr in Kleingartach, open air auf dem
Ludwig-Uhland-Platz
Thema: "Vom Paradies zum Laufsteg"
mit der Theologin und Clownin Dr. Gisela Matthiae

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Bericht

 

Sonntag, 22.02.2009

um 17.30 Uhr in Stetten
Thema: Wer schneller lebt, ist eher fertig!

Was tun gegen Stress?
mit dem Theologen und Journalisten Andreas Malessa

Presse

Bericht

 

 

 

Sonntag, 19.10.2008

um 17.30  Uhr in Stetten

Thema:  Das verzeih ich dir (nie)

mit Dr. Beate Weingardt

Wer in den letzten Doppelpunkt  Gottesdienst gekommen war in der Erwartung einer wissenschaftlich theologische Abhandlung z.B. über Vorbilder aus der Bibel der wurde enttäuscht. Dennoch wird wohl nach über 1½ Stunden niemand die vollbesetzte Kirche mit diesem Gefühl verlassen haben und – es kam einem auch nicht zu lang vor – im Gegenteil: Mancher hätte gern noch mehr gehört.

Denn der Referentin Frau Dr. Weingardt gelang es, die Zuhörerinnen und Zuhörer vom ersten Wort an zu fesseln, indem sie ihre Kernthesen sogleich durch konkrete und für jeden nachvollziehbare Beispiele veranschaulichte. Zudem verzichtete sie auf theoretische Fachbegriffe, was man von einer Doktorin ja eigentlich erwartet – und trotzdem war das, was sie sagte, sehr tiefgründig und bedenkenswert.

Frau Dr. Weingardt begann ihren Vortrag mit der Frage, was dem Verzeihen vorausgeht: die seelische Verletzung und Kränkung. Sie erläutert, dass diese unmittelbar nach der Geburt beginnen und dass Kinder ihren Eltern und anderen Personen ihres unmittelbaren Lebensumfeldes viele Jahre wehrlos ausgeliefert sind – somit auch dadurch geprägt sind.

Die Referentin stellte an Beispielen dar, welcher Art die Verletzungen sein können und es wurde deutlich, welche Verantwortung diesbezüglich Erwachsene tragen, weshalb sie sehr überlegt handeln und vor allem das Selbstbewusstsein des Heranwachsenden fördern müssen, damit er gute Chancen hat, die zukünftigen Konflikten positiv zu bewältigen. Denn: „Es gibt keine verletzungsfreien zwischenmenschliche Beziehungen.“

Im nächsten Teil des Vortrags wandte sich Frau Dr. Weingardt nun der Frage zu: „Wie mit an sich selbst erfahrenen Kränkungen und Verletzungen umgehen?“ Dabei machte sie zunächst klar, dass der Gekränkte sich wehren soll, denn Kränkungen sind ein Angriff auf das Selbstwertgefühl oder gar eine Verletzung der Würde. Auch Jesus habe sich in einer entsprechenden Situation gewehrt (Passionsnacht im Hof ).

Dann stellte die Referentin die Frage, ob denn alles, was wir als Kränkung empfinden auch Kränkungen sind? Als eine Antwort präsentierte sie „Werkzeuge“, die es ermöglichen, Situationen der seelischen Kränkung zu verringern z.B. sollten wir uns bewusst werden, dass die allermeisten Kränkungen aus Gedankenlosigkeit entstehen, wir als Betroffene aber Absicht unterstellen. Dann beschäftigte sich Frau Dr. Weingardt mit möglichen Reaktionen z.B. das „Nachtragen“. Dieses Wort zeige ja schon bildlich, dass vor allem der Verletzte eine Bürde trage, wobei er sich beispielsweise. selber hochgradig unter Stress setzte, was unmittelbar an seine eigene Gesundheit gehe. Nie verzeihen heißt also, sich selber zu schädigen.

Und so kommt Frau Dr. Weingardt zur ihrer Meinung nach einzig möglichen Lösung: das Vergeben / Verzeihen: Denn derjenige der verzeiht, tut sich selbst einen Gefallen, ebenso aber seinen Mitmenschen, insofern dann in seinem Umfeld Friede herrscht. Er folgt aber auch christlichen Grundsätzen, denn  „In der Bereitschaft zum Friedensschluss zeigt sich der Christ“.

Andererseits muss der Verletzte zulassen, dass die Verletzung schlimm war; er soll sich einen Menschen seines Vertrauens suchen, der ihm hilft z.B. das Geschehene auch mit anderen Augen zu sehen.

Aber letzten Endes „muss der Verletzte sich entscheiden zur Verzeihung“. Dabei ist der Glaube die entscheidende Hilfe: „Gott gibt mir eine Würde; Gott schenkt mir Menschen, die mir helfen; Gott gibt die Kraft dazu.“ Und: „Vergeben ist eine Eigenschaft des Starken (Gandhi)“

Die Antwort auf die Fragestellung des Gottesdienstes ist also eindeutig. Frau Dr. Weingardt gab sie vermittels ganz konkreter Ratschläge, die ihre Begründungen in der Psyche des Menschen haben aber auch im Fundament unseres christlichen Glaubens. Ihre christliche Botschaft ist ganz klar: Wenn wir uns bemühen, nach Jesu Grundsätzen der Nächstenliebe zu leben und zur Vergebung bereit sind, dann handeln wir nicht nur „gut“ gegenüber unseren Mitmenschen, sondern wir tun vor allem uns selbst etwas Gutes. Und wir schaffen uns und unseren Mitmenschen ein Umfeld, in dem wir ein geglücktes und zufriedenes Leben führen können.

Auch die Gestaltung des Rahmens des Doppelpunkt-Gottesdienstes spiegelte das Thema wieder: Die Lieder der Band „Online“ und wie sie vorgetragen wurden, die „Zeit der Stille“, die Lieder des Gospelchors stimmten ein auf das schwierige Thema, sorgten dafür, dass die Gemeinde zur inneren Ruhe kam und gaben die Möglichkeit, das Gehörte „setzen“ zu lassen.

Entsprechend rege und lebendig waren die anschließenden Diskussionen bei einem Stück Hefekranz und einem Gläschen Wein.

Mit auf den Heimweg bekam jeder noch eine „Nuss zum knacken“ als Anregung das Gehörte auch praktisch umzusetzen.

Es war ein guter Gottesdienst, in dem man ein starkes Gefühl dafür bekam, warum es gut und heilsam ist, in christlicher Gemeinschaft zusammen zu kommen.

Das macht neugierig auf den nächsten Doppelpunkt im Februar mit Andreas Malessa, dem bekannten SWR – Moderator für u.a. Christliche Popmusik.

 

 

Zur Person

Frau Dr. Beate Weingardt, geb. 1960 in Blaubeuren; Pfarrerin und Psychologin, verheiratet, 1 Tochter

„Wer von Gott redet, sollte auch von Menschen eine Ahnung haben“ lautete ihre Antwort auf die Frage von Moderator Heinz Kümmerle, warum sie diese Fächer studiert habe. Sie war 15 Jahre im Pfarrdienst der Württembergischen Landeskirche, nun schreibt sie Bücher, hält Vorträge und führt psychologische Beratungen durch.

Sie unterstützt die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, die Päckchen an arme Kinder in Osteuropa schickt. Dafür verwendet sie auch das Opfer des Doppelpunktes.

Neben ihrer beruflichen Tätigkeit ist sie auch „bekennende Schwäbin“ und in dieser Rolle Gründungsmitglied im „Verein zur Förderung des schwäbischen Dialekts.

Unbedingt zu empfehlen ist ihr Buch: Das verzeihe ich dir (nie); R. Brockhaus-Verlag, 8. Aufl. 2008

Internet: www.beate-weingardt.de

Der Bericht wurde verfasst von Gerald Häcker, Stetten

 

Sonntag, 22. Juni 2008 in Niederhofen

mit Gustavo Victoria

Thema:

„Das Runde muss ins Eckige" - ein „europameisterlicher" Gottesdienst in Niederhofen

 

„König Fußball regiert die Welt" - zumindest vier Wochen lang hat er die Nation in Atem gehalten - auch in Niederhofen bei Schwaigern. Da gab es nicht nur alle Spiele mit deutscher Beteiligung in der Halle von Kirchengemeinderatsvorsitzendem Markus Decker auf Großbildleinwand zu sehen, auch der Abendgottesdienst in der Reihe „Doppelpunkt" am 22. Juni griff die Fußballbegeisterung  auf.

Das Fußballmotto „Das Runde muss ins Eckige" wurde vom Vorbereitungsteam aus den drei Kirchengemeinden Kleingartach, Niederhofen und Stetten im Oberen Leintal freilich für diesen Gottesdienst nicht nur auf das Spiel auf dem Rasen, sondern auf unser ganzes Leben bezogen:
Bei einer kurzen Spielszene wurde viel gelacht über die Fußballer, die sich am gelungenen Spiel erfreuen, bis der Trainer sie auf den Boden der Tatsachen zurückholte: „Nur ein Tor hättet ihr halt schießen müssen.". Nachdenklichere Gesichter gab es beim spannenden Interview, das Gustavo Victoria von der Süddeutschen Gemeinschaft Dagersheim mit Klaus Jost von „Intersport" führte. Der Manager erzählte sehr eindringlich, wie Gott sein Leben ausrichtet und ihm Kraft gibt für seine Arbeit.

Hieran knüpfte Gustavo Victoria in seiner evangelistischen Predigt an, in der er deutlich machte, dass das Ziel unseres Lebens allein beim lebendigen Gott zu finden ist. Wer ihn gefunden hat, der darf durchaus auch einmal auf Erfolge seiner Mannschaft beim Fußball hoffen, so wie Gustavo Victoria, der sich als Spanienfan outete.

Nach dem Gottesdienst gab es noch viele lebhafte Gespräche unter den gut 150 Besuchern rund um die Niederhofener Kirche und man war sich einig: Es gibt noch viele spannende Themen für die Doppelpunkt-Gottesdienste der drei Leintalgemeinden.

Jörg Kohler-Schunk