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Rückblicke Männervesper

23. Februar 2017
"Es war mir ein Vergnügen - auch Männer können lachen..." mit Arno Backhaus

„Am 23. Februar fand wieder in den Räumen des Gemeindehauses in Kleingartach ein Männervesper statt. Die drei Initiatoren Kurt Gebhard, Peter Rempp und Hans-Georg Eckert hatten dieses Mal zu einem Abend mit Arno Backhaus geladen, und dessen Motto „Es war mir ein Vergnügen – auch Männer können lachen…“ waren rund 60 gespannte Besucher gefolgt. Um 19 Uhr war das Gemeindehaus fast voll.

 

Kurt Gebhard betonte in seinen Begrüßungsworten, dass er schon lange versucht habe, Arno für einen Abend dazuhaben, und nun endlich sei es gelungen. Unser Alltag ist voll gestopft von Anspannung in Beruf, Familie und Freizeit. Umso mehr benötigen wir Zeiten der Entspannung. Humor kann dabei behilflich sein. Was heißt Humor, woher kommt der Begriff? Zu dieser Frage hat Arno Backhaus überraschende Ansichten. Der studierte Sozialarbeiter und gelernte Kaufmann tourt seit vielen Jahren durch Deutschland: zuerst mit dem Duo „Arno und Andreas“, dann allein als Liedermacher und E-fun-gelist der besten Nachricht der Welt. Mit über 3000 Konzerten gehört der Liedermacher zu den bekanntesten christlichen Künstlern in Deutschland.

 

Doch zunächst kam wieder das leibliche Wohl zu seinem Recht: das Küchenteam hatte wieder wunderbare Wurst – und Käseplatten vorbereitet, die nun auf die schön eingedeckten Tische aufgetragen wurden. Auch die unterschiedlichsten Getränke standen für jeden Geschmack bereit. Die Männer griffen feste zu, und nach einer Stunde waren nur noch wenige Reste abzutragen.

 

Nun begann Arno Backhaus mit seinem Programm. Nach einigen Witzen als Einstieg hatte er schon alle Zuhörer auf seiner Seite. Sodann erzählte er über seine überhaupt nicht lustige Kindheit als ADS-Kind, über seine Entwicklung, über die vielen inzwischen entstandenen Bücher und über seine Ziele.

 

Einige mit Gitarrenbegleitung von ihm dargebrachte Lieder führten zu seinem Hauptteil über: Humor allgemein, was heißt Humor, einige Anekdoten zum Humor. Sodann brannte er ein wahres Feuerwerk aus den unterschiedlichsten Witzrichtungen ab, und das Publikum kam aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.

 

Es folgten Erzählungen zum Humor in der Bibel sowie weitere dazu passende Witze und Bonmots.

 

Zum Abschluss des Abends trug Arno wieder einige Lieder vor und animierte seine Zuhörer zum Mitsingen. Besonders lustig war, als verschiedene einzelne Worte in einem speziellen Lied so nach und nach durch Bewegungen und Gesten ersetzt werden mussten, und der ganze Saal mitmachte und mit den Armen in der Luft herumfuchtelte.

 

Es war ein schöner, gelungener Abend, darin waren sich alle Zuhörer einig, und er hinterließ die Anwesenden in bester Stimmung.“  

 

von Berthold Weber

 

 

 

 

17. März 2016
"Was wirklich zählt" mit Ingo Rust

 

Bereits zum nunmehr fünften Mal luden die 3 Initiatoren Hans-Georg Eckert, Kurt Gebhard und Peter Rempp zum Kleingartacher Männervesper ins Gemeindehaus ein. Thema war dieses Mal „Was wirklich zählt“ mit Ingo Rust. Der ehemalige Staatssekretär im Wirtschafts – und Finanzministerium und heutige Finanzbürgermeister der Stadt Esslingen wollte uns Einblicke in sein Leben unter dem Motto “Als Christ in der Politik – Anfechtung und Hoffnung“ geben.

 

Zur Vorbereitung des Abends traf sich um 17 Uhr das achtköpfige Küchenteam, um ein leckeres Vesper auf schön eingedeckten Tischen vorzubereiten.

 

Gegen 19 Uhr begrüßte dann Herr Hans-Georg Eckert die ca. 40 anwesenden Männer und stellte uns den Referenten Ingo Rust vor. Er habe schon mehrfach vorher versucht, Herrn Rust als Referenten zu bekommen, als jemanden, der im Leben steht, der den christlichen Glauben vertritt und dessen Beruf Politiker einen sehr interessanten Vortrag über seinen Umgang mit dem Christsein versprach. Nun ist es endlich soweit.

 

Zum „Aufwärmen“ zwischen Referent und Zuhörern bat Herr Eckert vor Beginn des eigentlichen Vortrags Herrn Rust, etwas zu den 3 folgenden Sätzen auszuführen: Ingo Rust und die Angst vor dem 11-Meter; Ingo Rust weiß, wie der Hase läuft; Ingo Rust und das Land seiner Träume. Dies war für Herrn Rust eine Steilvorlage: in launigen, humorvollen Worten nahm der Referent dazu Stellung und gab Einblicke in sein sportliches Wirken, die Mitgliedschaft im Kleintierzuchtverein und das Land seiner Träume – neben Württemberg – Finnland, da er mit einer Halbfinnin verheiratet sei.

 

Nach dem Auftragen des Vespers und dem Sprechen des Tischgebets stellte sich Herr Rust kurz selbst vor: 1978 im Krankenhaus in Heilbronn geboren, weshalb er immer als Heilbronner dargestellt werde, obwohl er in Abstatt wohnte. Dort auch aufgewachsen; zunächst nicht kirchlich interessiert als Bub, keine Jungschar besucht, aber am Konfirmationsunterricht teilgenommen, auch wegen der schönen Geschenke. Also in keinem ausgesprochen christlich ausgeprägten Elternhaus aufgewachsen. Ab etwa Alter 16/17 politisch interessiert; die ganze Familie habe immer zusammen im Fernsehen die Tagesschau geguckt. Mit 18 in die SPD eingetreten.  Die soziale Gerechtigkeit als Thema habe ihn bewegt; mit 21 saß er bereits in Abstatt im Gemeinderat, von Beruf sei er aber Maschinenbau-Ingenieur, habe also etwas Bodenständiges gelernt. Weitere Stichworte waren das Amt als Staatssekretär und heute als Finanzbürgermeister in Esslingen. Das sei nicht als Rückschritt zu werten, dieser Werdegang konnte kein Zufall sein, der Lebensweg war von einer höheren Instanz geplant.

 

Vor diesem Hintergrund gliedert Herr Rust seinen Vortrag in 3 Teile: - als Christ in der Politik; - soll man sich als Christ politisch engagieren; - mit welchen Schwierigkeiten hat man zu kämpfen/ welche Hoffnungen bekommt man.

 

1.      Teil: Bei uns in Deutschland ist das Verhältnis zwischen Kirche und Staat austariert, anders als z. B. in Frankreich, wo es traditionell eine Trennung gebe. Der Referent spannte den Bogen von den Christen im alten Rom bis in die heutige Zeit und untermalte ihn mit einigen amüsanten Anekdoten. Die christliche Religion habe bei uns die Gesetzgebung stark geprägt.

2.      Hier verweist der Redner auf den Satz des Propheten Jeremiah ans Volk Israel: “Suchet der Stadt Bestes“. Gemeint war damals Babylon, nicht Jerusalem. Also lautet die Antwort: ja, Christen sollen sich politisch engagieren, der Umfang muss offen bleiben; suchen bedeutet, aktiv tätig zu werden. Aktiv kann man in 3 Formen werden: sich informieren; durch Einbringen von Informationen in die Politik mit dem Satz der Bergpredigt „Salz der Erde, Licht der Welt“; durch Übernahme eines politischen Mandats als Christ und aktiv Politik gestalten. Von letzterem rät der Vortragende jedoch ab! Gott habe seinen ganz eigenen Plan mit jedem von uns: „Gott begabt die Berufenen, er beruft nicht die Begabten!“ Der Referent bringt als Beispiel seinen Vorsitz im Finanzausschuss, den er nicht wollte, zu welchem er bestimmt wurde: „Fürchte Dich nicht vor Ihnen, denn ich der Herr bin bei Dir!“

3.      Als christlicher Politiker ist man ein doppelter Exot: zum einen ist man in der Kirche, zum anderen aber auch in der Politik jeweils eine Minderheit. Umso wichtiger ist es, den Glauben und den Umgang mit anderen so zu leben, dass kein Verdacht entsteht, ihn als politisches Mittel einzusetzen. Es gibt aber auch schöne Dinge: so wird man durch Beter/Beterinnen unterstützt, welche einen fragen: gibt es etwas, wo wir Dich durch unser Gebet  unterstützen können? Das gibt einem viel Kraft. So gibt es z. B. im Landtag einen Frühstückskreis von ca. 25 Abgeordneten ( von 140 ), wo es nach dem Frühstück eine Andacht gibt, ein gemeinsames Vaterunser gebetet wird, und anschließend geht es in den Job.

 

Pluspunkt aller Christen, nicht nur der Politiker: Gott hat seinen eigenen Plan mit Jedem. Das ist ein großer Vorteil, weil man sich nicht vom Ehrgeiz zerfressen lassen muss, sondern gelassen an jede Sache herangehen kann. Sonst mache man sich selbst kaputt. Weiß ich jedoch, Gott hat einen Plan, brauche ich mich zwar nicht weniger zu engagieren, kann aber weniger stressig an die Angelegenheiten herangehen, weil ich weiß, es liegt nicht nur an mir!

 

Damit beendete der Referent Ingo Rust seinen Vortrag. Die Zuhörer hatten ihn sehr interessiert begleitet, was der starke Beifall bewies. Es schlossen sich noch einige Diskussionen und Fragen zur Lobbyarbeit, zum Arm-Reich-Konflikt, zum Thema Gerechtigkeit und zum Machterhalt der Politiker durch angepasstes Verhalten an.

 

Als Fazit stellt der Referent im Schlusswort fest: ja, man kann aktiv politisch tätig werden entsprechend dem Vortragsinhalt. Und man möge bitte für die Politiker beten, welche die Verantwortung haben.  

 

von Berthold Weber

 

 

11. November 2015
"Von Vätern und Söhnen" mit Michael Stahl

 

 

Über 60 Männer unterschiedlichen Alters aus nah und fern hatten sich am  11.11.2015 im Evangelischen Gemeindehaus zum Männervesper eingefunden. Sie mussten ihr Kommen nicht bereuen.

 

Nach einem herzhaften Vesper und einem guten Heuchelberger Viertele, einem Bier oder nichtalkoholischen Getränken, konnten die Organisatoren Peter Rempp und Hans – Georg Eckert einen besonderen Gast begrüßen.

 

Michael Stahl, der bekannt wurde als Bodyguard beim Papstbesuch 2006 in Deutschland und so prominente Persönlichkeiten wie Muhammed Ali beschützte, konnte als Referent gewonnen werden.  

 

„Wir leben in einer vaterlosen Gesellschaft, Väter haben heute keine Zeit mehr für ihre Söhne, für die Familie“, so eine Feststellung von Michael Stahl. Sagen sie ihrem Sohn: „Du bist ein toller Kerl! Ich hab dich lieb“, appellierte er an die andächtig Lauschenden.

 

„Jungs können heutzutage nicht mehr klettern oder rückwärts laufen“, beschrieb der Bodyguard, Autor und Referent seine Beobachtungen. „Dafür haben sie diesen Dreck zu Hause“, sagte er und meinte damit vieles von dem, was auf Fernseh- oder Computerbildschirmen flackert.

                               

Sein Leben mit allen Höhen und Tiefen nahm er immer wieder als Beispiel dafür heran, wo Männer heute versagen, aber auch dafür, was sie schaffen können. Sein Vater etwa, so Michael Stahl, sei ein Alkoholiker gewesen. „Er hat mich bespuckt, geschlagen und getreten. Trotzdem war er die Liebe meines Lebens“, schilderte der heutige Fachlehrer für Selbstverteidigung seine Kindheit. Kurz vor dessen Tod sei es ihm gelungen, sich mit ihm zu versöhnen.

 

Über 90 Minuten berichtete er eindrucksvoll aus seinem Leben und von dem was ihm wichtig ist.

„Ich bin nicht da, um jemandem nach dem Mund zu reden. Jesus, mein Glaube, ist das Wertvollste was ich habe und das will ich weitergeben“, so seine Botschaft.

 

Fast am Ende seiner Ausführungen, hatte Michael Stahl nach all dem Nachdenklichen und  Berührenden, aber auch die Lacher auf seiner Seite, als er lustige Anekdoten aus seiner Arbeit als Bodyguard, unter anderem eine Begebenheit mit Muhammed Ali, zum Besten gab.

 

„Es war ein unglaublich spannender und interessanter Abend“. Diesem Kommentar eines Besuchers kann nur zugestimmt werden.

 

Zu einem nicht weniger interessanten Männervesper laden wir am 17. März 2016 um 19.00 Uhr ins Gemeindehaus ein.

Wir freuen uns, den früheren Staatssekretär im Finanzministerium und jetzigen Finanzbürgermeister von Esslingen, Ingo Rust, zum Thema: "Als Christ in der Politik - Anfechtung und Hoffnung" begrüßen zu dürfen.  

 

von  Hans – Georg Eckert

 

 

 

  

19. März 2015

"Fair Play im Berufsleben - mit Werten (erfolgreich) führen" mit Klaus Jost

 

Zu diesem Thema durften die Organisatoren Kurt Gebhard,  Peter Rempp und Hans - Georg Eckert als Referenten Klaus Jost begrüßen. Der seit 14 Jahren mit seiner Familie in Kleingartach lebende, langjährige Vorstand des Sportartikelunternehmens Intersport wurde Anfang November 2014 seines Amtes enthoben. „Hoffentlich kommen die Männer nicht nur wegen der Intersportkrise“, so Klaus Jost im Vorfeld der Veranstaltung. „Ich will authentisch über mein Leben und über das, was mir wichtig ist berichten.“

 

Die Resonanz war riesig. Insgesamt 90 Männer folgten der Einladung, so dass kurzfristig von Kleingartachs guter (Weinbau)stube in das nicht minder gemütliche Gemeindehaus gewechselt wurde. Besonders erfreulich für die Organisatoren, dass viele Kleingartacher unter den Besuchern waren. Aber auch Gäste aus den Nachbarorten und weiter entfernteren Gemeinden konnten willkommen geheißen werden.

 

Nach einem zünftigen Hausmacher Vesper und einem Viertele, Sprudel oder Apfelsaftschorle, freuten sich die Zuhörer auf den Vortrag von Klaus Jost.

 

Und dieser hielt Wort. Er berichtete eindrucksvoll, was ihm in seinem Leben Kraft und Halt gibt.

 

Eine Orientierung an Werten und wirtschaftlicher Erfolg schließen sich nicht aus. Wie geht man als Christ mit einem Vorgehen um, das in der Presse als Demontage gewertet wird? Wie mit der beruflichen Niederlage? Wie mit persönlichen Schicksalsschlägen?

 

Zu all diesen Punkten nahm Klaus Jost sehr persönlich Stellung. Sehr schnell wurde deutlich, dass er nicht  gekommen war, um Intersport, mit 3,4 Milliarden Euro Jahresumsatz weltweit der größte Verbund von Sportfachhändlern, „madig“ zu machen. Intersport ist für ihn nach wie vor eine tolle Marke, so Jost. Deutlich wurde aber auch, dass der „Führungsstreit“ an ihm nicht spurlos vorüber gegangen ist.

 

Als Christ ist für ihn die Bibel der Maßstab seines Handelns. In den Zehn Geboten stehe alles drin, was es gelte, auch als Verantwortlicher in Wirtschaft und Beruf einzuhalten. Dabei sei hilfreich, danach zu fragen „ Was würde Jesus tun?“. Wort und Tat müssten im Einklang stehen, das sei wichtig, gerade für Führungskräfte.

 

Sowohl für den Umgang mit Mitarbeitern als auch mit Kunden oder Lieferanten seien christliche Werte wie Anstand, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit  zu be- folgende Gradmesser.

 

Auch auf seine private familiäre Situation mit der Erkrankung seiner Ehefrau ging Klaus Jost ein. Er müsse dabei oft an Hiob denken, er habe hier auch viel Zuspruch durch seinen Hauskreis erfahren dürfen.

 

Besonders beeindruckend war, dass er auch kritischen Nachfragen von Teilnehmern nicht aus dem Weg ging. Er wolle niemanden etwas vorschreiben, aber deutlich machen, was sein Glaube für ihn und sein Handeln bedeute, so Jost.

 

Am Ende des Vortrags und des Austauschs erhielt Klaus Jost als Dank ein Weinpräsent und für seine Ehefrau einen Blumenstrauß mit den besten Wünschen aller Anwesenden.

 

Ein interessanter und Nachdenkens werter Abend fand seinen Ausklang bei einem Getränk und manch gutem weiterem Gespräch.

 

von Hans-Georg Eckert

 

Arno Backhaus
Arno Backhaus

Bildergalerie

 

 

 

 Ingo Rust

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klaus Jost

 

Klaus Jost